Häufige Fragen zur inklusiven Schulbegleitung
Lexikon A-Z – Rund um die Schulbegleitung
A
ADHS – Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, die Konzentration und Impulskontrolle betrifft. Assistenzkräfte helfen bei Selbstregulation und Struktur.
Alltagsstrukturierung – Organisation des Tagesablaufs für Orientierung und Sicherheit. Besonders wichtig für Kinder mit Autismus.
Assistive Technologien – Hilfsmittel wie Tablet-Apps oder Kommunikationsgeräte, die Schüler*innen im Lernen unterstützen.
Aufmerksamkeitslenkung – Unterstützung beim Fokussieren auf Aufgaben. Besonders wichtig für Kinder mit ADHS.
Autismus-Spektrum-Störung – Neurodivergenz, die soziale Kommunikation und Verhaltensmuster beeinflusst.
B
Barrierefreiheit – Gestaltung von Räumen und Materialien ohne Hindernisse für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Bedarfsfeststellung – Verfahren zur Ermittlung des Unterstützungsbedarfs eines Schülers.
Beobachtungsauftrag – Aufgabe der Schulbegleitung, Verhalten systematisch zu erfassen.
Beobachtungsdokumentation – Schriftliche Festhaltung von Verhalten, Entwicklung und Lernfortschritten.
Beziehungsarbeit – Aufbau vertrauensvoller Beziehungen, um Lernen und Entwicklung zu unterstützen.
Bindungspädagogik – Orientierung an emotionalen Bedürfnissen von Kindern.
Bindungsperson in der Schule – Vertrauensperson, die Sicherheit und Orientierung gibt.
Bindungssicherheit – Gefühl von Verlässlichkeit und Sicherheit in Beziehungen.
C
Co-Teaching – Gemeinsamer Unterricht zweier pädagogischer Fachkräfte.
D
Datenschutz in der Assistenz – Schutz persönlicher Informationen über das Kind.
Deeskalation – Strategien zur Vermeidung oder Reduktion von Konflikten.
Differenzierung – Anpassung der Lernmaterialien an unterschiedliche Bedürfnisse.
E
Eingliederungshilfe – Gesetzliche Leistung zur Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen.
Eingliederungsantrag – Antrag auf Unterstützung über die Eingliederungshilfe.
Eskalationsstufenmodell – Konzept zur Einschätzung und Bewältigung von Konfliktsituationen.
Elternarbeit – Zusammenarbeit mit Eltern zur Förderung des Kindes.
Empowerment – Befähigung zur Selbstbestimmung und aktiven Teilhabe.
Emotional-soziale Entwicklung – Förderbereich für Verhalten, Emotionen und zwischenmenschliche Fähigkeiten.
F
Fallbesprechung – Analyse eines individuellen Unterstützungsfalls.
Fallmanagement – Koordination und Steuerung von Unterstützungsangeboten.
Förderbedarf – Individuell festgestellter Unterstützungsbedarf eines Kindes.
Förderplan – Individueller Plan zur Beschreibung von Zielen und Fördermaßnahmen.
Förderschwerpunkt – Bereich, in dem ein Kind besondere Unterstützung benötigt.
G
Grenzsetzung – Klare Regeln und Strukturen für Orientierung und Sicherheit.
H
Handlungsplan – Abgesprochene Vorgehensweise zur Bewältigung wiederkehrender Situationen.
Hilfsmittelversorgung – Bereitstellung technischer oder medizinischer Hilfen.
I
Inklusion – Gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben.
Inklusionsassistenz – Unterstützungskraft zur Förderung von Teilhabe in inklusiven Lernsettings.
Inklusionsklasse – Klasse, in der Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam lernen.
Inklusionspädagogik – Pädagogischer Ansatz, der Vielfalt als Ressource begreift.
Individualisierung – Anpassung des Unterrichts an individuelle Lernvoraussetzungen.
Integration – Eingliederung von Kindern mit Förderbedarf in bestehende Strukturen.
K
Kommunikationsförderung – Förderung sprachlicher und nichtsprachlicher Ausdrucksmöglichkeiten.
Kommunikationshilfe – Hilfsmittel zur Unterstützung der Verständigung.
Kooperationsklasse – Klasse, in der Regel- und Förderschule zusammenarbeiten.
Körperliche Beeinträchtigung – Einschränkungen der Motorik oder Beweglichkeit.
Kostenträger – Institution, die Assistenzleistungen finanziert.
Krisenintervention – Maßnahmen zur Bewältigung akuter Krisen oder Konflikte.
L
Lernbarrieren – Hindernisse, die Lernprozesse erschweren.
Lernstandsdiagnostik – Erfassung des Wissensstandes eines Schülers.
Lernunterstützung – Unterstützung beim Lösen schulischer Aufgaben.
Lernzielvereinbarung – Verbindliche Zielabsprachen für ein Kind.
Lernbehinderung – Anhaltend unterdurchschnittliche Lernleistung.
Lernortkooperation – Zusammenarbeit verschiedener Lernorte (z. B. Schule & Therapie).
M
Medizinische Versorgung in der Schule – Unterstützung bei medizinischen Anforderungen im Schulalltag.
Methodenvielfalt – Nutzung unterschiedlicher Unterrichtsmethoden.
Mobiler Dienst – Externe Fachkräfte, die Schulen beraten und unterstützen.
Motivationsförderung – Maßnahmen zur Stärkung von Lernbereitschaft und Engagement.
Multiprofessionelles Team – Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen.
N
Nachteilsausgleich – Maßnahmen, die Benachteiligungen ohne Notenänderung ausgleichen.
P
Partizipation – Aktive Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an Entscheidungen.
Peer-Mediation – Konfliktlösung durch geschulte Mitschüler.
Peer-Unterstützung – Hilfe durch gleichaltrige Mitschüler zur Förderung sozialer Teilhabe.
Pflegeassistenz in der Schule – Unterstützung bei pflegerischen Tätigkeiten während des Unterrichts.
Piktogramme – Bildsymbole zur Orientierung und Strukturierung.
R
Reflexionsgespräch – Austausch über Erfahrungen, Beobachtungen oder Förderverläufe.
Reizüberflutung – Überforderung durch zu viele Sinneseindrücke.
Resilienzförderung – Stärkung psychischer Widerstandskraft.
Ressourcenorientierung – Fokus auf Stärken statt Defiziten.
Rituale und Struktur – Regelmäßige Abläufe zur Orientierung und Beruhigung.
Rollenklarheit – Klare Abgrenzung der Aufgaben von Lehrkraft und Assistenz.
Rückzugsmöglichkeiten – Orte oder Phasen, die Kindern Ruhe bieten.
S
Schulassistenz – Breite Unterstützung im Unterricht zur Entlastung von Lehrkräften.
Schulbegleitung – Individuelle Unterstützung eines Kindes im Schulalltag.
Schulbegleiter – Männliche Bezugsperson, die ein Kind im Unterricht unterstützt.
Schulbegleiterin – Weibliche Bezugsperson, die ein Kind im Unterricht unterstützt.
Schulisches Assistenzsystem – Organisation aller Unterstützungsformen in einer Schule.
Selbstbestimmung – Recht und Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen.
Selbstfürsorge der Assistenzkraft – Bewusster Umgang mit den eigenen Grenzen.
Selbstregulation – Fähigkeit, Emotionen und Verhalten zu steuern.
Selbstständigkeit – Fähigkeit, Aufgaben eigenständig zu bewältigen.
Selbstwirksamkeit – Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Herausforderungen zu meistern.
Sensory Breaks – Pausen zur Regulierung von Sinnesreizen.
Sinnesbeeinträchtigung – Einschränkungen von Hören oder Sehen.
Soziale Teilhabe – Gleichberechtigte Teilnahme an allen sozialen Prozessen.
Soziales Lernen – Entwicklung sozialer Kompetenzen wie Kooperation und Rücksichtnahme.
Sozialraumorientierung – Berücksichtigung des Umfeldes eines Kindes in der Förderung.
Strukturhilfen – Visuelle oder organisatorische Hilfen wie Pläne oder Symbole.
Supervision – Professionelle Beratung zur Reflexion und Entlastung.
T
Teamgespräch – Austausch im Team zur Koordination der Unterstützung.
Teilhabe – Gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
Time-Timer – Visuelle Uhr zur Darstellung von Zeitabläufen.
Traumapädagogik – Pädagogische Haltung im Umgang mit traumatisierten Kindern.
Transition – Übergang zwischen Bildungsstufen oder Lebensphasen.
U
Unterrichtsbegleitung – Unterstützung eines Kindes während des gesamten Unterrichts.
Unterstützte Kommunikation (UK) – Kommunikationsformen jenseits der Lautsprache.
UN-Behindertenrechtskonvention – Internationales Abkommen zum Recht auf inklusive Bildung.
V
Verhaltensauffälligkeit – Verhalten, das von sozialen Erwartungen abweicht.
Verhaltensregulation – Unterstützung zur Kontrolle und Steuerung von Verhalten.
Vertrauensförderung – Aufbau stabiler Beziehungen für Sicherheit und Orientierung.
W
Würdeorientierung – Pädagogischer Grundsatz des respektvollen Umgangs.
Z
Zielvereinbarung – Gemeinsame Absprachen über Entwicklungsziele (synonym zu Lernzielvereinbarung).
Zugangshilfen – Unterstützungen, die den Zugang zu Unterricht erleichtern.
Zugänglichkeit – Grad der Erreichbarkeit und Nutzbarkeit von Lernumgebungen.
Zuverlässigkeit der Assistenz – Verlässliches Handeln zur Stabilität des Kindes.


